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Pressespiegel 30.07.2001

Bus blieb auf der A9 liegen: BRK versorgte junge Sportler

Helfer in der Not für 39 Weißrussen

 

 

 

HOF. - Als Helfer in der Not erwiesen sich die Verkehrspolizei Hof und der BRK-Kreisverband Hof. In der Nacht zum Samstag war gegen 3 Uhr auf der A9 bei der Abfahrt Selbitz/ Naila ein Reisebus aus Weißrussland mit Motorschaden liegen geblieben. Der Bus war besetzt mit 39 Weißrussen - jugendliche Leichtathleten, ihre Betreuer und zwei Busfahrer, die sich auf der Heimreise befanden. Die Sportler kamen aus Grosseto in Italien, wo sie an der Jugend-Europameisterschaft teilgenommen hatten.

Gegen 4 Uhr wurde der Betreuungsdienst des BRK alarmiert. Die ehrenamtlichen Helfer kümmern sich bei Einsätzen um die Betreuung von unverletzten Personen. ,,Dieser Fall war für uns eigentlich wie aus dem Lehrbuch``, sagte Richard Munzert vom BRK schmunzelnd. Die Weißrussen wurden etwa eine dreiviertel Stunde später auf mehrere Kleinbusse aufgeteilt und ins Hofer BRK- Heim in der Ernst-Reuter-Straße gebracht. Darüber hinaus musste der Betreuungsdienst eine Dolmetscherin organisieren, denn nur der Betreuer der Gruppe sprach ,,ein bisschen`` Deutsch. Noch in der Nacht wurde im Unterrichtsaal des BRK-Heims ein Matratzenlager aufgebaut, wo sich die Weißrussen von den ereignisreichen Stunden der Nacht ausruhen konnten. ,,Unsere Feldbetten waren ausgerechnet an diesem Wochenende nicht verfügbar, da zeitgleich ein Zeltlager stattfindet``, erklärte Munzert mit Blick auf die Decken und Matratzen, die auf dem Boden lagen. Morgens gab es dann Frühstück, mittags wurde ein Riesen-Topf Ravioli gekocht.

In der Zwischenzeit versuchten die Fahrer, ihren Bus, der nach Hof geschleppt worden war, wieder flott zu kriegen. ,,Für eine Reparatur fehlt ihnen natürlich das Geld``, sagte Richard Munzert. Die Jugendlichen gingen derweil in Hof spazieren, schliefen oder spielten Karten. Abends organisierte der Betreuungsdienst für sie ein Abendessen, am Sonntagmorgen gab es wieder Frühstück. Die Kosten für Essen und Trinken übernimmt der Kreisverband des BRK. Die insgesamt 16 Mitarbeiter der Bereitschaften Selbitz, Hof und Leupoldsgrün, die sich abwechselnd um die Weißrussen kümmerten, sind allesamt ehrenamtliche Helfer, die dafür ihre Freizeit opfern.

Gestern Nachmittag schließlich organisierten die Busfahrer über ihre Firma einen Bus aus Dortmund, der die Sportler spätabends abholte und zurück in die Heimat brachte. Zwischendurch konnten sie mit den BRK-Betreuern ins Freibad, um sich dort zu duschen und frisch zu machen.

 

Artikel aus der Frankenpost vom 30.07.2001

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